Bewegungskunst-Gala und Preisverleihung

Samstag, 3. Februar 2018, 21.00 Uhr
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BEWEGUNGSKUNST-GALA und Preisverleihung

  • "Freie Rede" – Performance der diesjährigen Stargäste Gotta Depri und Hauke Heumann von der Gruppe Gintersdorfer/Klaßen
  • Verkündung des Gewinners und feierliche Verleihung des 13. Leipziger Bewegungskunstpreises
  • Party mit Sekt, Buffet und Live-Musik von Quintense
  • Moderation: Stefan Ebeling

"Freie Rede" – Gotta Depri und Hauke Heumann von der Gruppe Gintersdorfer/Klaßen

Auf die Frage nach Regelwerken, die unseren Alltag durchziehen, entwickelten Gintersdorfer/Klaßen diesen Doppelmonolog, der einige radikale Öffnungen und zukünftige Grenzüberschreitungen in Aussicht stellt. Mit Bezügen zum tagespolitischen Geschehen verhandelt Freie Rede die Unordnung der Welt vor dem Potenzial ihrer Neuordnung.

Aus einem fortwährenden politischen Dialog über viele Jahre koppeln Gintersdorfer/Klaßen zwei Einzelstimmen aus, die vor dem Publikum ihre Sicht auf den Status quo als Freie Rede entfalten. Dieser Rede verleihen Gotta Depri und Hauke Heumann mit dem Einsatz ihrer Körper Gewicht. Live vor dem Publikum konstruieren die Performer ihre Gedankengebäude:

Wie man Barrieren und Grenzen zerschlägt

Dr. Bier Bier (Gotta Depri) klärt auf. Der Philosoph und Geschichtswissenschaftler zeigt, wie eine Reorganisation der Weltgeometrie allen Betrug zum Verschwinden bringt. Ganz nebenbei erläutert er die Ökonomie hinter gegenwärtigen Flüchtlingsabkommen und was Angela Merkel auf Staatsbesuch in afrikanischen Ländern macht.

Intersubjektivität – Die Liebe zur Welt muss die Liebe zum anderen sein.

Was trennt den Menschen vom Tier? Hauke Heumann stellt Meditationstechniken aus der gnostisch-christlichen Mystik vor, um die Subjektivität zu verlassen, den Individualismus zu überwinden und die Gemeinschaft mit den Toten zu erreichen. Alles andere wäre Diktatur.

Gotta Depri
Geboren in der Republik  Côte d’Ivoire, absolvierte er seine Ausbildung an der Tanzschule EDEC in Abidjan, die er 2002 mit dem Diplom abschloss. 2004 erhielt er den Preis für junge Choreografie in der Côte d’Ivoire und gründete 2005 die Theatergruppe Les Guirivoires in Abidjan. Seit 2007 lebt und arbeitet er als Tänzer und Choreograf in Deutschland und war seitdem an zahlreichen Projekten mit Gintersdorfer/Klaßen beteiligt.

Hauke Heumann
Der gebürtige Lübecker studierte zuerst Germanistik und Gender Studies in Hamburg und Berlin, woran er ein Schauspielstudium an der Universität der Künste in Berlin anschloss. Von 2005 bis 2008 hatte er ein Engagement am Theater Aachen und war 2012 Stipendiat des Internationalen Forums des Theatertreffens. Er lebt und arbeitet als freier Schauspieler in Berlin und arbeitet regelmäßig mit Johannes Müller an den Sophiensaelen Berlin, am Radialsystem V und an der Staatsoper München. Die Zusammenarbeit mit Gintersdorfer/Klaßen besteht seit 2006.

Gintersdorfer/Klaßen
Die Choreographin Monika Gintersdorfer und der bildende Künstler Knut Klaßen entwickeln seit 2005 Projekte, in denen sie Lebensstrategien und Ausdrucksformen der Darsteller zum Zentrum machen und mit eigenen Strategien und Ästhetiken konfrontieren. Das Team ist deutsch-ivorisch mit internationalen Gästen. Alles ist, was es ist. Es geht nicht um erfundenes oder symbolisches weder auf der Text-, Spiel- oder Materialebene. Sie versuchen einen möglichst direkten Transport von Leben ins Theater und von Theater/Performance ins Leben.

Moderator Stefan Ebeling
Stefan Ebeling wurde 1968 in Bremen geboren. Von 1990 bis 1994 studierte er als „der erste Wessi“ im Fach Schauspiel an der Theaterhochschule „Hans Otto“ in Leipzig. 1992 gründete er gemeinsam mit Kommilitoninnen und Kommilitonen die Gruppe „TheaterschaffT“. Nach festen Engagements als Schauspieler in Bautzen, Dresden, Altenburg / Gera und Chemnitz lebt er seit 1998 wieder in Leipzig und arbeitet seit 2002 freischaffend als Schauspieler und Regisseur in unterschiedlichen Zusammenhängen.

Quintense
Sabrina, Katrin, Carsten, Jonas und Martin – zusammen die preisgekrönte Band Quintense – bringen mit ihren detailverliebten Arrangements dem Publikum die Faszination der Vokalmusik und ihre Freude am gemeinsamen Singen nahe. Dabei gelingt es ihnen nicht nur, ihre Zuhörer mit herzlichem Charme zu unterhalten, sondern auch emotional zu berühren. Fließend scheint in ihrem Repertoire der Übergang zwischen Jazz und groovelastigem Pop, sodass es jederzeit möglich ist, sich von ihrer Musik mitreißen zu lassen. Quintense ist frisch, ergreifend, intensive.